Der neue GeoRadweg Altmühltal

Zeitreise durch 147 Millionen Jahre Erdgeschichte
GeoRadweg Altmühltal

Aus einem Meteoritenkrater, über den Meeresgrund, durch das Flussbett der Urdonau und an lebensgroßen Dinos vorbeiradeln: Die Tour auf dem GeoRadweg Altmühltal hat es in sich! Neben den spannenden Spuren der Erdgeschichte begeistern im Naturpark Altmühltal das südliche Flair der Landschaft, die historischen Städtchen und die regionale Küche am Schnittpunkt von Franken, Schwaben und Altbaiern.

GeoRadweg Altmühltal
BILDER: NATURPARK ALTMÜHLTAL/DIETMAR DENGER

Weit schweift der Blick über die Ebene mit ihren Feldern und Wäldern. Es muss ein gewaltiger Knall gewesen sein, der diesen Krater von 25 Kilometern Durchmesser schuf. An unserem Startpunkt in Nördlingen waren wir mittendrin, aber erst jetzt, nachdem wir den Anstieg zum Rand bewältigt haben, werden die Dimensionen des Rieskraters richtig greifbar. Rund 15 Millionen Jahre ist es her, dass hier ein Meteorit auf die Erde traf.

Da erscheinen die 1.200 Jahre, die an unserem Aussichtspunkt durch die Zeitpyramide Wemding anschaulich gemacht werden sollen, wie ein Augenzwinkern. Alle zehn Jahre wird hier seit 1993 ein Steinquader gesetzt. Im Jahr 3183 soll das Kunstwerk vollendet sein. Darauf können wir freilich nicht warten und so setzen wir unsere Tour auf dem GeoRadweg Altmühltal nach einer kurzen Pause fort.

Bei der Tourenplanung haben wir uns die zwei Streckenvarianten der neuen Route angeschaut und uns dafür entschieden, in Wemding der Route 1 zu folgen. Deshalb geht es für uns nun nach Norden. Wenige Kilometer nach unserer Pause an der Zeitpyramide stoßen wir auf den Hahnenkammsee, der zu einem erfrischenden Bad einlädt. Auf der Terrasse direkt am See genießen wir die Ruhe und tanken neue Energie – die wir gleich darauf gut gebrauchen können, denn nun geht es in östlicher Richtung steil bergauf. Der Hahnenkamm ist als Ausläufer der Fränkischen Alb ein gutes Terrain, um sich sportlich zu verausgaben. Oder um die Vorteile der Tretkraftunterstützung voll auszunutzen.

Bergab rollen wir ins Altmühltal, wo uns die Kurstadt Treuchtlingen empfängt. Hier sind wir mitten im fränkischen Teil des Naturpark Altmühltal. Das ist bei Gesprächen nicht zu überhören. Auf dem letzten Wegstück für heute begleitet uns die Altmühl. Am Ufer des gemütlich dahinströmenden Flüsschens erreichen wir das Städtchen Pappenheim mit seiner beeindruckenden Burg. Im Hotel-Gasthof zur Sonne belohnen wir uns mit einem Lammrücken in der Wacholderbrot-Kruste vom »Altmühltaler Lamm«. Damit leisten wir gleich noch einen kleinen Beitrag zum Landschaftsschutz, denn die Schafherden sorgen den Sommer über dafür, dass die für die Region typischen Wacholderheiden nicht verbuschen.

Auf dem GeoRadweg: Von Urvögeln und Meeresriffen

An Tag zwei starten wir gemütlich und radeln die ersten Kilometer weiter an der Altmühl entlang. Ihr Tal wird merklich schmaler, schroffe Felstürme ragen an den Hängen auf. Besonders die »Zwölf Apostel« kurz hinter Solnhofen bilden ein beeindruckendes Panorama. Die Kalkfelsen sind ein Relikt des Jurameers, das vor etwa 147 Millionen Jahren die ganze Gegend bedeckte. Damals hätten wir hier im subtropischen Meer planschen können – in dem sich allerdings auch Krokodile, Fischsaurier und viele weitere Urzeittiere tummelten. Einige davon kann man sich im Bürgermeister-Müller- Museum Solnhofen anschauen, denn als Fossilien haben sie die Zeit überdauert und kamen in den regionalen Steinbrüchen wieder ans Licht. Der berühmteste Fund ist der »Urvogel« Archaeopteryx.

Der Weg über den »Meeresgrund« lässt sich nicht nur per Rad oder zu Fuß zurücklegen, sondern auch im Boot. Auf der Altmühl sind einige Kanuten unterwegs. Besonders bei Familien ist der Paddelspaß auf dem langsamen Flüsschen beliebt. Bei einem Zwischenstopp im Biergarten an der Hammermühle bei Mörnsheim beobachten wir die Flusspiraten beim Ein- und Aussteigen. In Dollnstein verlassen wir die Route 1 für einen kleinen Umweg auf der Rundtour »Eintauchen in die Flussgeschichte « und biegen Richtung Süden ab ins Urdonautal. Dass sich hier einst ein mächtiger Strom tief ins Gelände gegraben hat, ist deutlich zu erkennen, auch wenn das Tal heute trocken ist. Besonders faszinieren die Kletterfelsen bei Konstein: Bunt gekleidete Sportler hangeln sich an den hellgrauen Wänden nach oben.

Den ganzen Artikel, mit atemberaubenden Bildern und Reise Infos, finden Sie in der Ausgabe 3/2025 des Bike&Travel Magazins.
Jetzt im Online-Shop bestellen »

Verwandte Beiträge

Nichts mehr verpassen.

Abonnieren Sie unseren Newsletter!

Mit News zu unseren Magazinen und zu vielen weiteren Produkten aus unserem Verlagsprogramm. 

WIR HABEN DAS PASSENDE WEIHNACHTSGESCHENK!

Jetzt aus 17 Zeitschriften-Titeln & über 500 Produkten wählen!